Schamanische Traditionen und Praxen haben seit Jahrtausenden in allen Teilen der Erde überlebt. In Kasachstan, Russland und der Mongolei, erhalten Gemeinschaften altertümliches schamanisches Wissen und Leben; traditionelle Chinesische Medizin ist auch nach heutigen Standards hochentwickelt; Personen der westlichen Welt richten wenden sich der ayurvedischen Heilpraktiken zu, um Ursachen für Krankheit zu lösen weil sie von der modernen Medizin enttäuscht werden und Rituale sowie Medizin aus den naturalistischen Kulturen von Mesoamerika sind nicht nur von vielen Gemeinschaften und Nachfahren dieser reichen, historischen Völker erhalten worden, sondern gewinnen sogar an Wertschätzung und Popularität auf der ganzen Welt. Während überall auf der Welt Industrialisierung, Religionen und Kapitalismus vorherrschende Lebenskonzepte und Realität wurden, ist das Wissen der Natur nie obsolet geworden und wird besonders in schweren Krisen hinzugezogen, wo Menschen die Fehlerhaftigkeit in der Praxis der modernen Wissenschaften begegnet. Viele Menschen können sich erst für die unterdrückten Sichtweisen antiker, ganzheitlicher Weisheiten öffnen, wenn die Systeme der Neuzeit ausgeschöpft wurden, die häufig einzig wegen ihrer kapitalistischen Grundlage priorisiert werden.
Schamanische Methoden benötigen grundsätzlich eine Person, die als Medium zwischen der geistlichen Welt und der gewohnten menschlichen Dimension übermitteln kann. Diese kann sich selbst in einen Zustand alternativen Bewusstseins bringen, von wo aus sie Erfahrung erhalten und diese mit ihren Mitmenschen teilen, indem sie Heilung, Segen und Unterstützung jeglicher Art bieten.
Shamanische Techniken
Jede*r Shamane*in arbeitet mit einzigartigen und dennoch weitgehend vernetzten Ritualen und Techniken. Oft spielt Schwingung in der Form rhythmischer Klänge von Trommeln, Gesang, oder Bewegung (stampfen/ klatschen) eine große Rolle dabei, Verbindung zu höheren Schwingungen und der dort herrschenden Energie aufzunehmen. Ebenso werden natürliche Klangmuster wie Regentropfentrommeln oder der eigene Herzschlag und unzählige Musikinstrumente eingesetzt, um die Grenze zwischen materieller und mystischer Welt zu durchbrechen. Schamanische Praxen entwickelten sich in naturalistischen, unbeständigen Gesellschaften, die intuitive mit den Ressourcen und Kreisläufen der Natur interagierten. Sie besaßen reiches Wissen über kraftvolle Pflanzen, wie sie in Harmonie mit den Läufen der Natur gelebt wird, und verstanden energetischen Zusammenhänge. Vieles von diesem Wissen ist weitaus älter als jegliche Wissenschaft und dennoch universell auf moderne Probleme anwendbar. So ist die „ewige Wissenschaft“, Ayurveda, in vielen Bereichen der klinischen Medizin voraus und Europäer gehen zum Ablassen von Spannungen in die Sauna, wie es schon antike Kulturen in ihren Schwitzhütten taten. Zusätzlich machen die modernen Wissenschaften große Fortschritte darin, frühzeitliches Wissen in heutig akzeptiere Sprache zu übersetzen. In klinische Studien werden Potential, Effekte und Wirkungsprozesse alter Heilkunden systematisch dokumentiert und interpretiert.
Neben Klang wir auch Atem und Tanz häufig in schamanischer Arbeit genutzt um Heilung, Ausgleich und Reichhaltigkeit, im Einklang mit der spirituellen Welt zu erlangen. Viele dieser Elemente mögen verloren oder mit der Zeit transformiert worden sein, doch noch immer finden wir ein umfassendes Archiv universellen Wissens und Praktiken, das uns mit allem versorgt, was wir bräuchten, um in dieser oder irgendeiner Welt zu leben.
Nutzen vonn Schmanischen Ritualen und Praxen
Rituale die mit Sorgfalt angelegt und durchgeführt werden, können auch in der modernen Welt dabei unterstützen Energien loszulassen, die uns nicht mehr förderlich sind, und solche einzuladen, die unterstützen können. Dadurch können wir in einem Zustand kommen, in dem wir Anerkennung und Wertschätzung, für die kraftvollen Energien in uns und dem Universum, leben. Diese können uns zu einer symbiotischen Beziehung mit ihnen führen, wo wir unser Potential erfüllen können und zugleich das respektieren und schätzen, was größer ist als wir selbst.
Viele schamanische Reisen, führen die Teilnehmer*innen auf gesunde, nicht zerstörerische Weise, durch eine Befreiung von Blockaden und Emotionen. Dies können Schlüsselmomente für Reinigungsprozesse sein, die uns empfänglich für die göttlichen Kräfte machen. Die selben, oder andere Reisen, können uns eine klare Sicht auf unser Selbst ermöglichen und uns Einblick in unsere tiefsten Ängste, Potentiale und Wahrheiten geben. Das erlangt Bewusstsein kann die Grundlage für Bemühungen sein durch hinderliche Muster zu brechen und in harmonischem Einklang zu leben; oder uns einen deutlichen Indikator gibt, wo genau wir uns derzeit auch unserem Weg befinden. Rituale werden häufig in Gemeinschaftlichen Versammlungen abgehalten, unterschiedliche Erfahrungsstände kommen zusammen und profitieren gleichsam voneinander. Dies stärkt die Gruppenverbundenheit und ermöglicht jedem Individuum ein Teil von der gemeinschaftlich geschaffen Energie im Kreis zu sein und diese Energien zu nutzen. Persönliche Rituale und Beratung mit einem*r Schamanen*in kann bei gezielter Heilung unterstützen.
Schamanische Arbeit ist auch bei mentalen Problemen im modernen Zeitalter effektiv anwendbar, da sie hohe bestärkende Effekte produziert, die Individuen helfen kann negative Einflüsse aus ihrem Leben zu entlassen die hinderlich sind. Sie kann ein verstärktes Gefühl der Selbstwirksamkeit und die Gestaltung eines erfüllten Lebens begünstigen. Schamanismus ist weder eine Religion noch eine bestimmt Philosophy und verlangt daher keine Anpassung des eigenen Weltbilds. Der Grundsatz der Arbeit beruft sich darauf, dass wir mit den natürlichen und universellen Systemen in und um uns, in Austausch treten können, um in Symbiose mit ihnen zu leben. Dann können wir Wissen und Heilung von der gesamten Schöpfung erhalten und unseren Beitrag dazu leisten, reichhaltiges Leben in allen Dimensionen zu stärken und pflegen.


